In diesem Jahr fuhr der Ortsverband bisher fünf Mal zu Aufgleiseinsätze für die DB AG. Die Einsätze fanden in Singen – Güterbahnhof, Rottweil und Hauptbahnhof statt. Da die meisten Einsätze nach dem gleichem Schema ablaufen, habe ich hier das Aufgleisen  erklärt.


26. Januar 2017
10. Mai 2017
22./23. Juni 2017
30. Juni 2017
05. Juli 2017

Der Landesverband hat mit der DB AG  eine Vereinbarung getroffen, dass unser Ortsverband bei Bahneinsätzen das Personal zur Verfügung stellt.  Aus diesem  Grund ist der Ortsverband das Jahr über in Bereitschaft für die DB AG.  Die Bereitschaft besteht bei  Bahneinsätzen allgemeine technische Hilfeleistung, z. B. das Aufgleisen oder Bäume von Gleisen wegräumen. Aber auch die Stromversorgung bei Wartungsarbeiten der Trafostationen.

Die gesamte Gerätschaft, die die THW – Helfer zum Aufgleisen benötigen, befindet sich in dem Einheitshilfsgerätewagen (EHG).  Dieser steht zur Bereitschaft im Hauptbahnhof.  Bei einem Einsatz wird der EHG von der DB AG mit einer Lok zu der Einsatzstelle mit dem verunfallten Waggon oder Lok gezogen. Die Helfer fahren in den meisten Fällen in dem EHG mit bis zur Einsatzstelle.  Im EHG befinden sich  zusätzlich noch Warnwesten, die die THW Helfer anziehen müssen, damit  sie als Einsatzkraft erkennt werden.

Beim  Aufgleisen von Loks oder Waggons wird zuerst der entgleiste  Waggon mit Holzbohlen unterbaut, damit er nicht noch mehr abrutschen kann Danach wird eine Aufgleisschiene mit dem Verfahrwagen  unter den Waggon  geschoben.  Auf den Verfahrwagen werden zwei Hydraulikheber an die Enden  gesetzt. Mit diesen wird der Waggon angehoben und mit dem Verfahrwagen zur Seite geschoben, bis der Waggon wieder über dem Gleis steht.  Danach wird der  Waggon auf das Gleis  abgelassen.


Quelle: Wikipedia:
Unbeabsichtigtes Entgleisen
Fahrzeugbedingte Ursachen
Schienenfahrzeuge können entgleisen, wenn sie für die Fahrweggeometrie (Kurvenradius, Überhöhung, Weichenbauart usw.) eine zu hohe Geschwindigkeit haben. Des Weiteren können Fehler am Fahrzeug (zum Beispiel Rad- und Achsenfehler, Sollmaßabweichungen an den Spurkränzen, Achsbruch und Defekte an Drehgestellen) zur Entgleisung führen. Nicht ordnungsgemäße Ladungssicherung oder über die Maßen unsymmetrische Beladung können Güterwagen aus dem Gleis wuchten.
Bedienerbedingte Ursachen
Zur Entgleisung kann es kommen, wenn der Triebfahrzeugführer zum Beispiel Signale nicht beachtet, mit überhöhter Geschwindigkeit fährt oder in die falsche Richtung anfährt (vor oder zurück). Verbremst sich der Lokführer vor einem Gleisabschluss mit Prellbock, kann es auch zur Entgleisung kommen, wenn dabei das Gleisende überfahren wird. Beim Rangieren, im Ablaufbetrieb sowie beim Befahren enger Gleisbögen können Fahrzeuge überpuffern und dabei entgleisen. Hierbei schieben sich die Puffer zweier Fahrzeuge über- oder nebeneinander und hebeln die betroffenen Fahrzeuge aus dem Gleis.
Fehler der Bediener der Eisenbahninfrastruktur, etwa Fahrdienstleiter und Weichenwärter, können beispielsweise in folgenden Fällen zu Entgleisungen führen:
* Eine Weiche wird umgestellt, während ein Schienenfahrzeug darüber fährt. Der Vorgang wird „zweispurig fahren“ genannt.
* Vorschriftwidriges Verhalten bei Signalstörungen.
* Die Verständigung insbesondere beim Rangieren ist nicht eindeutig.
* Ein notwendiger Befehl wird nicht oder mehrdeutig gegeben.
* Die notwendigen Voraussetzungen für das Zulassen einer Zug- oder Rangierfahrt wurden nicht erfüllt.
* Unbeabsichtigtes Anheben des Fahrzeuges während des Be- und Entladens (z. B. dass beim Entladen durch einen verkanteten Container der Wagen mit angehoben wird) und Entgleisen desselben beim Absetzen.
* Überfahren eines Hemmschuhs, denn dabei »springt« das Rad über den Hemmschuh (Gilt auch dann, wenn das Fahrzeug danach wieder richtig auf dem Gleis steht). Hemmschuhe, die vor dem Bewegen von Fahrzeugen übersehen werden, führen, wenn sie vom Weichenende her in ein Herzstück geraten, sicher zur Entgleisung, weil sie im Herzstück verkanten und darüberlaufende Radsätze aus dem Gleis drücken.
* Verbremsen und Überfahren eines Gleisendes oder -abschlusses.
Durch Fehlbedienung von Fahrzeugen können technisch bedingte Entgleisungen gefördert werden. So sind oft starkes Beschleunigen bzw. Abbremsen auf schadhaften Gleisanlagen mit verantwortlich für eine Entgleisung. Das heißt, dass zuvor mehrere Züge ohne Probleme den Schaden überfahren konnten, erst die zusätzlichen – durch Beschleunigen/Bremsen ausgelösten – dynamischen Kräfte ermöglichten die Entgleisung.
Fahrwegbedingte Ursachen
Der störungsfreie Lauf von Schienenfahrzeugen wird von der ordnungsgemäßen Gleisgeometrie gewährleistet. Deswegen kann jede unzulässige Abweichung der Lage und des Zustandes der Gleise, Weichen inbegriffen, zur Entgleisung führen. Solche Abweichungen von der Sollgeometrie sind:
* Abgenutzte und defekte Schienen;
* Weiche ist nicht in Endlage (Weichenverschluss nicht verriegelt);
* Fremdkörper jeglicher Art, auch eisenbahnbezogene wie Puffer, im Regellichtraum;
* Personen oder Tiere im Gleis;
* temperaturbedingte Gleisverwerfungen;
* Spurweitenveränderungen über den Toleranzbereich hinaus;
* Gleisachsenveränderungen über den Toleranzbereich hinaus (z. B. durch Unterspülungen oder Erdbeben).
In der Regel nicht zu einer Entgleisung führt jedoch das Auffahren einer stumpf befahrenen Weiche, die sich in der falschen Lage befindet. Die Weichen sind für dieses Auffahren der Weichenzungen konstruiert, wobei aber nur eine Entgleisung der Fahrt, nicht immer aber eine Beschädigung der Zungen, Weichenverschlüsse und Übertragungsteile, vermieden werden kann. Bei zu großer Geschwindigkeit und auch wenn die betroffene Weiche mechanisch verriegelt ist, kommt es zu einer Entgleisung, weil die Zungen aufgrund der Verriegelung der Bewegung gar nicht bzw. wegen der Masseträgheit nicht schnell genug folgen können. Das Auffahren funktioniert konstruktionsbedingt bei Schnellfahrweichen und einigen anderen Weichentypen (z.B. mit beweglichem Herzstück) nicht, da falsch stehende Herzstücke prinzip bedingt und Antriebe für Schnellfahrweichen wegen zu großer Festhaltekraft nicht auffahrbar sind. Um Entgleisungen auf Weichen zu verhindern, wird beim Einstellen einer Fahrstraße im Stellwerk die Endlage überprüft und die Weiche gegen Umstellen gesichert.
An besonders gefährlichen Stellen im Schienennetz (etwa vor Eisenbahnbrücken) werden Führungsschienen als Entgleisungsschutz angebracht. Das sind zusätzliche innen-, bei Platzmangel im Gleis außenliegende Schienen, die entgleiste Radsätze führen und das vollständige Verlassen der Gleise erschweren.